elysium
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Johannes Brahms „Schicksalslied“Frank Martin „6 Monologe aus Jedermann“Robert Schumann “Requiem” Lena Reinecke SopranJasmin Hofmann, AltDaniel Domarecki, TenorPeter Paul, BassMotettenchor Stuttgart
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Johannes Brahms „Schicksalslied“
Frank Martin „6 Monologe aus Jedermann“
Robert Schumann “Requiem”
Lena Reinecke Sopran
Jasmin Hofmann, Alt
Daniel Domarecki, Tenor
Peter Paul, Bass
Motettenchor Stuttgart
Kammerphilharmonie Stuttgart
Leitung Ella Rosenberg
Unter der Leitung von Ella Rosenberg präsentiert der Motettenchor Stuttgart mit der Kammerphilharmonie Stuttgart am Samstag, 15. November um 19 Uhr in der Leonhardskirche Stuttgart ein Konzert unter dem Titel „elysium“.
Johannes Brahms Schicksalslied kontrastiert in der Vertonung von Hölderlins Gedicht das sorglose ewige Leben der Götter und die irdische, endliche und leidvolle Existenz der Menschen. Dem düsteren sprachlichen Ende des Gedichtes hängt Brahms in seiner Komposition ein hoffnungsvolles Orchesternachspiel an, was seine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Schicksal, Trost und vor allem Zuversicht widerspiegelt. Mit den 6 Monologen aus Jedermann für Bariton solo, die Frank Martin sorgfältig aus dem Stück Hofmannthals auswählte, beschreibt der Komponist einen inneren Prozess des Protagonisten begonnen bei der Furcht vor dem Tod und Schrecken, über das sanfte Gebet, Reue der Sünden und Bitte um Vergebung bis hin zur Hoffnung, dem Vertrauen und der Zuwendung des Himmels. Auch Robert Schumann befand sich im inneren Zwiespalt. Hat er Zeit seines Lebens meist versucht dem Tod, der in seiner Familie häufig präsent war, etwas Positives entgegenzusetzen, bewegte der Tod Mendelssohn 1847 etwas tief in ihm sowie die beginnenden Maiaufstände 1849 in Dresden, wo der Tod plötzlich nah und bedrohlich wurde. 1854 versucht der Komponist sich das Leben zu nehmen und landete anschließend in einer Nervenheilanstalt nahe Bonn. Zuvor beendete er noch sein Requiem op. 148 – zunächst mit Parallelen zu Mozarts Requiem in d-Moll, nach vielen Änderungen dann allerdings bewusst dagegensetzend und abgrenzend. Und so komponiert Schumann sein Werk in einem „guten“ Geist und einer Hoffnung, dass Ruhe und Frieden bereits da sind. Eine klangliche Welt und Atmosphäre, die Versöhnung und Zusammenhalt groß macht.
Das Programm erinnert am Wochenende des Volkstrauertags an Verantwortung, Erinnern und Mitmenschlichkeit. In Zeiten globaler Krisen, politischer Spannungen und gesellschaftlicher Spaltungen ruft „elysium“ dazu auf, Brücken zu bauen – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Trauerarbeit und Zuversicht, Individuum und Gemeinschaft, die Zuversicht groß zu machen.
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Motettenchor Stuttgart
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