Über das Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Lebendige Geschichte, aufwendig inszeniert in einem modernen Gebäude an der Stuttgarter Kulturmeile: Das Museum bildet von Napoleon bis zum Stuttgart-21-Bauzaun mehr als 200 Jahre Landesgeschichte ab und gibt einen Überblick über die vielen Facetten Baden-Württembergs – von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis zur Religion. 1400 Originalobjekte und rund 1000 Fotos, zahlreiche Geschichten, Filme und Infostationen begeistern, machen Spaß oder regen zum Nachdenken an. Die Wechselwirkung zwischen den Ausstellungsstücken und den inszenierten Räumen prägen die Dauerausstellung und alle Sonderausstellungen des Hauses in besonderer Weise – sie sind „Erlebnisräume“.

Ausstellungsvorschau

Hass. Was uns bewegt

Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg vom 17. Dezember 2021 bis zum 24. Juli 2022. Der zweite Teil der Ausstellungstrilogie Gier.Hass.Liebe.

Gier, Hass und Liebe treiben Menschen an. Sie bringen uns zusammen und trennen uns, entwickeln Gesellschaften weiter und ruinieren sie – in der Geschichte und der Gegenwart. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg widmet diesen Schlüssel-Emotionen 2021 bis 2023 eine zweijährige Ausstellungstrilogie. Der „Gier“ wird der „Hass“ folgen:

Hetze und Drohungen werden mörderische Realität. Die Mehrheit nimmt Minderheiten Rechte und Würde. Lebende und Tote werden von Menschen zu Objekten.

Hass! Er speist sich aus Angst, Neid und Verachtung in einer Gesellschaft. Er richtet sich gegen das, was fremd erscheint, und das, was ganz nahe liegt. Hass gehörte und gehört zum Alltag. Er äußert sich in Rassismus und Sexismus. Er richtet sich gegen „Ungläubige“ und gegen „das System“.

Viele Formen des Hasses begleiten uns durch die Geschichte: Angriffe auf die jüdische Bevölkerung gab es vor Jahrhunderten und gibt es heute. Rechtsextreme mordeten in der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik. Aber die „Erbfeindschaft“ zu Frankreich zeigt, wie Hass überwunden werden kann.

Die außergewöhnlich inszenierte Ausstellung zeigt rund 200 Hass-Objekte aus 200 Jahren. Und sie stellt Fragen: Wie können wir mit bedrohlichem Hass umgehen? Darf Hass eine Antwort auf Hass sein? Und gibt es sogar einen guten Hass – etwa wenn er sich gegen Unterdrücker richtet?

Das Haus der Geschichte motiviert in allen Teilen der Trilogie dazu, sich zu historischen Vorgängen und zum eigenen Verhalten eine Meinung zu bilden, Stellung zu beziehen – und Teil der Ausstellung zu werden. Die Ausstellungen zu Gier, Hass und Liebe gehen thematisch ineinander über und sind konzeptionell, gestalterisch und medial eine Einheit. Sie zeigen, wie diese Emotionen Gesellschaften prägen, und wie die Gesellschaft diese Emotionen beim Einzelnen auslöst.

Öffnungszeiten

täglich (außer montags): 10–18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr

Kontakt

Telefon: 0711 212 39 89
besucherdienst@hdgbw.de

Adresse

Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Straße 16
70173 Stuttgart

Anfahrt

U2, U3, U4, U5, U6, U7, U12, U15 und Bus 42, 43, 44 Charlottenplatz

Karteninfos

Kostenfreier Eintritt in die Ausstellungen gegen Vorlage der Bonuscard + Kultur an der Museumskasse.

Programm