Petra Olschowski

In meiner Erinnerung lag das Thema vor zehn Jahren in der Luft. Einige Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen haben die Notwendigkeit gesehen, dass etwas passiere müsse, und die Initiative ergriffen. Die Idee wurde dann gemeinsam durch Vertreterinnen und Vertreter der Kultureinrichtungen, der Sozialeinrichtungen und der Stadtverwaltung entwickelt. Mit organisatorischer und finanzieller Hilfe der Bürgerstiftung und der Breuninger Stiftung konnte die Initiative starten – obwohl es durchaus Gegenargumente gab. Heute sind die Sichtbarkeit und das Verständnis für so ein Angebot größer. Jede Kultureinrichtung will Menschen aller gesellschaftlichen Bereiche erreichen. Da hilft „Kultur für alle“ natürlich. Mit diesem Angebot – das es ja in anderen Bereichen des städtischen Lebens auch gibt – ist die Kultur ein noch selbstverständlicherer Teil der Stadtgesellschaft geworden. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn in Zukunft möglichst wenige Menschen das kostenfreie Angebote nutzen müssten, weil es ihnen finanziell gut genug geht. Da dies aber eine Wunschvorstellung ist, hoffe ich, dass der Verein weiterhin möglichst vielen Menschen die Teilhabe am Kulturleben ermöglichen kann. Und ich wünsche mir, dass die Menschen, an die sich dieses Teilhabeangebot wendet, sich auch vor Ort zugehörig fühlen. Nämlich als wichtiger, als wertvoller Teil des Publikums!

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